Kaffee ist ein Frischeprodukt, auch wenn er sich nicht so anfühlt. Vier Dinge setzen ihm zu: Sauerstoff, Feuchtigkeit, Wärme und Licht. Die Lagerung entscheidet mit darüber, wie viel von dem, was man bezahlt hat, in der Tasse ankommt.
Aus zwei Gründen. Erstens Kondenswasser: Jedes Mal, wenn die Packung herauskommt, schlägt sich Luftfeuchtigkeit auf den kalten Bohnen nieder. Zweitens Gerüche: Kaffee ist porös und nimmt Zwiebeln, Käse und Reste bereitwillig auf. Der Kühlschrank vereint beide Probleme.
Die Tiefkühltruhe dagegen funktioniert – aber nur richtig gemacht: in kleinen, luftdichten Portionen einfrieren, immer nur eine Portion entnehmen, vor dem Öffnen auf Raumtemperatur kommen lassen, nie wieder einfrieren. Für Vorräte, die man über Monate strecken will, ist das die beste Methode. Für die Packung, die in zwei Wochen leer ist, ist es unnötig.
Er wird nicht schlecht im Sinne von verdorben – er wird langweilig. Als Faustregel: ungeöffnet und ventilverpackt einige Wochen bis wenige Monate; geöffnet idealerweise zwei bis vier Wochen; gemahlen aufbewahrt verliert er schon innert Tagen deutlich. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt dazu wenig – das Röstdatum sagt alles.
Alter Kaffee ist nicht wertlos. Er funktioniert in Milchgetränken deutlich besser als pur, weil Milch die fehlende Süsse ersetzt und die flachen Stellen überdeckt. Für den Kaffee, auf den man sich freut, nimmt man den frischen.