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Kaffee richtig lagern

Kaffee ist ein Frischeprodukt, auch wenn er sich nicht so anfühlt. Vier Dinge setzen ihm zu: Sauerstoff, Feuchtigkeit, Wärme und Licht. Die Lagerung entscheidet mit darüber, wie viel von dem, was man bezahlt hat, in der Tasse ankommt.

Die vier Feinde

  • Sauerstoff – oxidiert die Öle, der Kaffee wird ranzig und flach. Der wichtigste Faktor.
  • Feuchtigkeit – lässt den Kaffee Aromastoffe verlieren und Fremdgerüche aufnehmen.
  • Wärme – beschleunigt alle Alterungsvorgänge.
  • Licht – wirkt in dieselbe Richtung; durchsichtige Vorratsgläser auf der Fensterbank sind der schlechteste Behälter mit dem besten Aussehen.

Warum nicht in den Kühlschrank

Aus zwei Gründen. Erstens Kondenswasser: Jedes Mal, wenn die Packung herauskommt, schlägt sich Luftfeuchtigkeit auf den kalten Bohnen nieder. Zweitens Gerüche: Kaffee ist porös und nimmt Zwiebeln, Käse und Reste bereitwillig auf. Der Kühlschrank vereint beide Probleme.

Die Tiefkühltruhe dagegen funktioniert – aber nur richtig gemacht: in kleinen, luftdichten Portionen einfrieren, immer nur eine Portion entnehmen, vor dem Öffnen auf Raumtemperatur kommen lassen, nie wieder einfrieren. Für Vorräte, die man über Monate strecken will, ist das die beste Methode. Für die Packung, die in zwei Wochen leer ist, ist es unnötig.

Der richtige Alltag

  • Ganze Bohnen kaufen und erst unmittelbar vor dem Brühen mahlen. Das ist der grösste Einzelgewinn.
  • In der Originalpackung lassen, wenn sie ein Einwegventil und einen Wiederverschluss hat – sie ist meist besser als jede Dose.
  • Sonst eine luftdichte, lichtdichte Dose, bei Zimmertemperatur im Schrank.
  • Mengen passend kaufen – lieber 250 g alle zwei Wochen als ein Kilo für drei Monate.

Wie lange hält Kaffee?

Er wird nicht schlecht im Sinne von verdorben – er wird langweilig. Als Faustregel: ungeöffnet und ventilverpackt einige Wochen bis wenige Monate; geöffnet idealerweise zwei bis vier Wochen; gemahlen aufbewahrt verliert er schon innert Tagen deutlich. Das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt dazu wenig – das Röstdatum sagt alles.

Und wenn es doch zu viel war?

Alter Kaffee ist nicht wertlos. Er funktioniert in Milchgetränken deutlich besser als pur, weil Milch die fehlende Süsse ersetzt und die flachen Stellen überdeckt. Für den Kaffee, auf den man sich freut, nimmt man den frischen.

Ganze Bohnen, luftdicht, kühl, dunkel und trocken – und nicht im Kühlschrank. Gemahlener Kaffee verliert sein Aroma innert Minuten bis Stunden.
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