Die AeroPress wirkt wie ein Spielzeug und wird trotzdem von Leuten benutzt, die es ernst meinen. Ihr Trick ist, dass sie zwei Prinzipien kombiniert, die sonst getrennt vorkommen.
Erfunden hat sie Alan Adler im Jahr 2005 – ein Ingenieur, dessen Firma Aerobie zuvor vor allem für Wurfringe bekannt war. Die Idee war schlicht: eine Tasse guten Kaffee ohne Bitterkeit, ohne Maschine, in unter einer Minute.
Der Kaffee zieht zuerst im Wasser wie bei einer French Press – Vollimmersion – und wird danach durch einen Papierfilter gepresst. Man bekommt also den Körper der Immersion und die Klarheit des Papiers. Der Druck durch den Kolben ist gering, mit Espresso hat das Ergebnis nichts zu tun.
Klassisch steht der Zylinder auf der Tasse, Kaffee und Wasser kommen hinein, nach kurzer Zeit wird gedrückt. Invertiert steht er auf dem Kopf, wird gefüllt, ziehen gelassen und erst dann umgedreht. Die invertierte Methode tropft nicht vorzeitig durch – und sorgt seit Jahren für ausdauernde Diskussionen.
Seit 2008 gibt es eine Weltmeisterschaft, bei der jedes Jahr neue Rezepte gewinnen. Das ist weniger albern, als es klingt – es zeigt, wie breit das Gerät einsetzbar ist.