Guten Kaffee schmecken zu können ist keine Zauberei – nur Übung und ein paar einfache Begriffe. Wer weiss, worauf er achten soll, entdeckt in einer Tasse plötzlich Frucht, Nuss oder Blüte, wo vorher nur «Kaffee» war.
Geh beim nächsten Schluck bewusst durch:
Rieche zuerst – ein grosser Teil des Geschmacks ist Duft. Nimm dann einen kräftigen Schluck, fast schlürfend, damit der Kaffee den ganzen Gaumen erreicht. Und frag dich nicht «ist das gut?», sondern «woran erinnert mich das?». Genau diese Frage trainiert die Nase – nach ein paar Tassen fällt dir das Benennen immer leichter.
CremaDie goldbraune Schaumschicht auf dem Espresso; entsteht durch Druck und das CO₂ frisch gerösteter Bohnen. Körper (Body)Das Mundgefühl – das «Gewicht» des Kaffees, von leicht bis vollmundig. Säure (Acidity)Die angenehme Lebendigkeit im Kaffee, nicht zu verwechseln mit «sauer». Single OriginKaffee aus einer einzigen Herkunft – Land, Region oder Farm – statt einer Mischung. BlendEine bewusste Mischung mehrerer Kaffees für ein gleichbleibendes, rundes Profil. TerroirDie Summe aus Boden, Klima und Höhe, die dem Kaffee seinen Ortscharakter gibt. CuppingDas standardisierte Verkosten, mit dem Rösterinnen Kaffees bewerten und vergleichen. ExtraktionWie viel das Wasser aus dem Kaffee löst: zu wenig schmeckt sauer und dünn, zu viel bitter.