timbra
CafésThe passWikiLogbook
Central Switzerland
Available
Central Switzerland
Edition 01
In preparation
Zurich
coming soon
Bern
coming soon
Basel
coming soon
DE
·
EN
Get the pass
Zubereitung
3

Die Mokkakanne – richtig benutzt

Die achteckige Aluminiumkanne steht in Millionen Küchen und hat einen zweifelhaften Ruf: zu bitter, zu metallisch, zu unberechenbar. Das liegt selten an der Kanne – und fast immer an zwei vermeidbaren Fehlern.

Was sie ist – und was nicht

Die Mokkakanne wurde 1933 von Alfonso Bialetti entwickelt und ist bis heute nahezu unverändert. Im unteren Kessel wird Wasser erhitzt; der entstehende Dampfdruck presst es durch das Kaffeemehl nach oben. Der Druck liegt dabei bei rund ein bis zwei bar – Espresso braucht neun. Was herauskommt, ist also kein Espresso, sondern ein eigener, konzentrierter Kaffee mit kräftigem Körper.

Fehler eins: kaltes Wasser

Füllt man kaltes Wasser ein, steht das Kaffeemehl minutenlang über der heizenden Platte und röstet nach, bevor überhaupt Wasser hindurchläuft. Das ergibt die typischen verbrannten, bitteren Noten.

Besser: Bereits heisses Wasser einfüllen (bis knapp unter das Sicherheitsventil), Kanne zügig zusammenschrauben – mit einem Lappen, sie ist heiss – und auf mittlere Hitze stellen. Die Zeit auf dem Herd verkürzt sich deutlich.

Fehler zwei: zu lange auf dem Herd

Wenn es laut gurgelt und spritzt, kommt kein Kaffee mehr, sondern Dampf – und der schwemmt bittere Anteile nach. Besser: Sobald der Kaffee hellbraun und schäumend wird und das erste Gurgeln einsetzt, die Kanne vom Herd nehmen und den Boden kurz unter kaltes Wasser halten. Das stoppt die Extraktion sofort.

Die weiteren Kleinigkeiten

  • Mahlgrad: mittelfein – feiner als Filter, gröber als Espresso. Zu fein verstopft und erzeugt Druckspitzen.
  • Nicht tampen. Das Mehl locker einfüllen und glattstreichen, nicht pressen.
  • Trichter randvoll, aber ohne Häufchen – sonst schliesst die Dichtung nicht sauber.
  • Dichtung und Sieb regelmässig prüfen und ersetzen; sie sind Verschleissteile.
  • Reinigung: nur mit heissem Wasser, kein Spülmittel, keine Spülmaschine – Aluminium reagiert empfindlich. Gut trocknen lassen.

Welcher Kaffee passt

Mittlere bis dunklere Röstungen mit Schokoladen- und Nussnoten funktionieren sehr gut. Sehr hell geröstete, säurebetonte Kaffees kommen in der Mokkakanne selten zur Geltung – dafür ist die Methode zu grob und zu heiss. Das ist keine Schwäche, sondern ein Charakter: Die Mokkakanne macht kräftigen, runden Kaffee, und das soll sie auch.

Die Mokkakanne arbeitet mit rund ein bis zwei bar – Espresso braucht neun. Heisses Wasser einfüllen und früh vom Herd nehmen löst die meisten Probleme.
← Zurück zum Wiki
timbra WikiMMXXVII
Start / Wiki
timbra
The Café Discovery Pass.
Product
Buy passGiftHow it works
Discover
CafésMapWiki
Partners
For CafésFor hotels & tourismCareersContact
© 2026 timbra
Terms & Conditions · Privacy Policy · Legal Notice