timbra
CafésThe passWikiLogbook
Central Switzerland
Available
Central Switzerland
Edition 01
In preparation
Zurich
coming soon
Bern
coming soon
Basel
coming soon
DE
·
EN
Get the pass
Herkunft
5

Guatemala – acht Regionen, nicht nur Vulkanboden

Guatemala verkauft sich über seine Anbauregionen – acht an der Zahl, jede mit eigenem Tassenprofil. Der Satz «alles wächst auf Vulkanboden» stimmt dabei nur für einen Teil des Landes, und die Höhenklassen auf dem Sack bedeuten etwas anderes, als die meisten denken.

Betriebsstruktur · Anteil an der Ernte
KLEINBAUERN · 97 % der Betriebe44 % der Ernte
GROSSBETRIEBE · 0,28 % der Betriebe25 % der Ernte

Die acht Regionen

Üblich ist diese Liste: Acatenango Valley, Antigua, Traditional Atitlán, Rainforest Cobán, Fraijanes Plateau, Highland Huehuetenango, Nuevo Oriente und Volcanic San Marcos. Ehrlich dazugesagt: Eine offizielle Auflistung dieser acht Namen durch die Anacafé liess sich nicht auffinden – bestätigt sind «ocho perfiles de taza», also acht Tassenprofile. Cafe Imports führt Chimaltenango statt San Marcos, älteres Material kennt nur sieben Regionen ohne Acatenango. Die Zuschreibung ist also literaturbasiert, nicht amtlich.

Höhe – und was SHB wirklich heisst

Je Region liegt der Anbau grob zwischen 1'200 und 1'800 m; Huehuetenango reicht bis etwa 2'000 m und gilt als höchste Region. Die Quellen weichen je Region um rund 100 bis 170 m ab.

Wichtiger ist eine Richtigstellung: SHB, FHB und HB sind Exportklassen, keine Farmhöhen. «Strictly Hard Bean» sagt etwas über die Härte und damit die Dichte der Bohne – vergeben nach Höhenstufen des Klassifikationssystems, nicht nach der gemessenen Lage einer bestimmten Parzelle. Dieselbe Verwechslung passiert bei Peru und Honduras; sie ist der häufigste Fehler in Laientexten zu Mittelamerika.

Fast alles gewaschen

Guatemala ist ein Washed-Land, traditionell «ferment-and-wash»; mechanische Entschleimung ist verbreitet. Geerntet wird «almost exclusively selective hand-picking» – es wird also gezielt nach reifen Kirschen gepflückt, nicht abgestreift.

Varietäten

Traditionell Bourbon, dazu Caturra, Catuaí, Typica, Maragogype – Guatemala ist eine wichtige Quelle dafür – und Pache. In kleinen Lots kommen Geisha, Pacamara und Maracaturra dazu. Arabica macht rund 96 Prozent der Produktion aus.

Ernte: November bis März

In tiefen Lagen beginnt die Ernte früher, in Huehuetenango reicht sie bis in den April. Barista Hustle nennt Beginn Oktober/November, Spitze Dezember bis Januar, Ende Februar/März.

Wie es schmeckt

Als Einordnung: ausgewogen, sanft bis rund säuerlich; Blüten, nussige Schokolade, Pflaume, Honig, süsse Zitrus, Zeder. Regional beschrieben: Antigua süss und weich, Huehuetenango mit knackiger Apfel- und Zitrussäure, vollem Körper und Toffee, Atitlán nussig-schokoladig mit zitroniger Säure.

Vulkanboden – nur teilweise

Fünf der Regionen gelten als vulkanisch. Cobán ist Kalkstein und Ton, Huehuetenango gilt als nicht vulkanisch, Nuevo Oriente als metamorph beziehungsweise alt-vulkanisch. Wer «Vulkanboden» als Erklärung für guatemaltekischen Kaffee hört, hört Marketing – für einen Teil des Landes zutreffend, für einen anderen nicht.

Anacafé – Forschung, Marketing und Kredit in einem

Die Anacafé ist zugleich Forschungszentrum, Marketingagentur und Kreditgeberin. Was man dagegen nicht übernehmen sollte: Guatemala sei «viertgrösster Arabica-Produzent». Das USDA nennt das Land vierten Arabica-Exporteur 2022/23; in der Produktion liegt es 2026/27 hinter Brasilien, Kolumbien, Äthiopien, Honduras und Peru.

Guatemala steht für Balance und sanfte Säure. SHB und HG sind Exportklassen, keine Farmhöhen – und nicht jede der acht Regionen hat Vulkanboden.
← Zurück zum Wiki
timbra WikiMMXXVII
Start / Wiki
timbra
The Café Discovery Pass.
Product
Buy passGiftHow it works
Discover
CafésMapWiki
Partners
For CafésFor hotels & tourismCareersContact
© 2026 timbra
Terms & Conditions · Privacy Policy · Legal Notice