Arabica vs. Robusta
Fast jeder gute Kaffee, den du in einem Café trinkst, ist Arabica. Robusta hat einen anderen Ruf – und eine andere Aufgabe. Der Unterschied beginnt schon an der Pflanze, hoch oben am Berg.
Arabica – die Feine
Arabica wächst in Höhenlagen, oft ab tausend Metern. Dort reift die Kirsche langsam, was komplexe Aromen ergibt: Frucht, Blüten, Süsse und eine feine, lebendige Säure. Die Pflanze ist empfindlicher und wirft weniger ab – dafür steckt fast der ganze Specialty-Kaffee der Welt in dieser Art. Rund 60 Prozent der weltweiten Ernte sind Arabica.
Robusta – die Robuste
Robusta gedeiht in tieferen, wärmeren Lagen, ist widerstandsfähiger gegen Hitze und Schädlinge und liefert höhere Erträge. Sie enthält rund doppelt so viel Koffein wie Arabica. Im Geschmack ist sie kräftig, erdig und wenig säurebetont, dafür bildet sie viel Crema. Man findet sie oft in Espresso-Mischungen – für Körper und Stabilität in der Crema – und in Instant-Kaffee.
Und die Varietäten?
Innerhalb von Arabica gibt es zahlreiche Sorten – Varietäten – wie Bourbon, Typica, Geisha, SL28 oder Pacamara. Man kann sie sich wie Rebsorten beim Wein vorstellen: Jede bringt eigene Aromen mit und prägt den Charakter zusätzlich zu Herkunft und Aufbereitung. Deshalb steht auf guten Kaffees oft nicht nur das Land, sondern auch die Varietät.